Erfahrungen bis voll49 feiern

Ein verkümmertes Herz tut sich schwer beim herzlichen Denken, sagt Bettina Bubla. Doch es kann gestärkt werden – vorausgesetzt, man hat die Bereitschaft zu Aufmerksamkeit, Nahrung und Förderung.

VOLL50: Welche Voraussetzung braucht Freiheit mit voll50?

Bettina Bubla: Voraussetzung für Freiheit meint für mich, dass man eingegangene Verpflichtungen (Kinder, Eltern, Partner etc.) den (neuen) geplanten Schritten und Entscheidungen anpasst. Dazu sind Up-Dates der Lebensverpflichtungen vorzunehmen, eventuell Gegebenheiten neu auszuhandeln, soweit diese Verpflichtungen und Vereinbarungen noch von Nöten sind. Auf dieser Basis lässt sich eine Freiheit für Voll50 tragfähig bauen. Das sich nähernde letzte Drittel dieses Erdendaseins bietet in unserer Kultur umfassende Möglichkeiten. Offen steht, das Leben in vollen Zügen auszukosten (zu genießen, zu reisen, eine neue Partnerwahl), sich neuen Interessen zu zuwenden (Hobbys, Ausbildungen, Kultur, Träume zu verwirklichen) oder sich vermehrt sozialen Aktivitäten zu widmen wie Kontakten mit Freunden oder einem Sozialleben in Vereinen. Autobiografische Reflexionen ermöglichen das Abstreifen von Altlasten und Zwängen, die einen gereiften ausgewogenen Lebensabschnitt unterstützen. Erfolge und Erfahrungen bis Voll49 wollen gefeiert und in Voll50 integriert werden.

VOLL50: Wie denkt man mit dem Herzen?

Bettina Bubla: Ein verkümmertes Herz plagt sich beim ‚herzlichen Denken‘. Es verlangt Erweckung, Aufmerksamkeit, Nahrung und Förderung. Gestärkt kann es das Leben mit dem ‚Auge des Herzens‘ betrachten und gemeinsam mit einem offenen, geschulten Geist sinnvoll planen und Handlungen setzen. Mit dem Auge des Herzens erweitert man das spirituelle Wahrnehmen. Unsichtbares wird sichtbar, Verwirrendes wird sortiert. Es zeigen sich verständliche Symbole und Bilder, es steigen Gefühle und Gerüche auf. Töne, Wörter und Sätze fügen sich zu den Erklärungen und Aufklärungen der Herzensbotschaften, begleitet von dem Gefühl eines unglaublichen ‚JA-so ist es‘, ‚JA-so einfach und klar‘.

VOLL50: Welche Einstellungen hat man mit voll50 zum Schicksal?

Bettina Bubla: Nach 50 Jahren Erdendasein gehört man zu den Siegerinnen, wenn man erkannt hat, dass man am eigenen Schicksal einen beträchtlichen Anteil hat. Das eigene Denken und Handeln sind wesentliche Bauteile des Lebens (im persönlichem Mikro- und im Makrokosmos). Das zu erkennen, führt von der Ohnmacht zur Macht. Veränderungen brauchen Mut, Planung und Handlung.

VOLL50: Wo findet man Wunder?

Bettina Bubla: Offene Augen, wacher Geist, warmes Herz, das Nichtsichtbare für möglich halten und Interesse als Lebenselixier. Mit diesem Rezept nährt man die Seele und erkennt Wunder mehrmals täglich. Diszipliniert regelmäßig, das Lexikon der wundersamen Begegnungen zu öffnen, eine Einladung auszusprechen, forciert diese Zusammenkünfte.

VOLL50: Ist Mut mit VOLL50 die Voraussetzung für Seelenruhe?

Bettina Bubla: Wenn Mut das ist, wovor man Angst hat und sich trotzdem traut, dann kann sehr wohl durch Bewältigung der Angst, Selbstsicherheit und Ruhe in der Seele einkehren. Seelenruhe kann jedoch auf verschiedenen Wegen erlangt werden. Nicht immer sind mutigen Handlungen dazu erforderlich. Gestaltete ‚Räume der Ruhe‘ lassen den Seelenplan ins Bewusstsein steigen. Es gilt, ihn zu entdecken, anzunehmen und zu entscheiden, ob man diesem folgen möchte. Ein inneres, längeres und wiederkehrendes JA-Gefühl tut sich dabei gerne auf. Mut wäre hier, dafür zu sorgen, dass man sich diese persönlichen Aus- und Ruhezeiten, für die Reise zu sich selbst, auch gegen innere und äußere Widerstände, erschafft.

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