Erleben, um zu begreifen


Es ist nicht genug, zu sehen, wie fein es ist, „voll50“ zu sein. Deshalb will Ulrike Swoboda ein Vorbild dafür sein.

VOLL50: Von wem kann man mit „voll50“ Kritik gut annehmen?

Ulrike Swoboda: Nehmen, wenn diese respektvoll und achtsam ist, gelingt zu 85 Prozent – also quasi mehr als perfekt. Und gelernt habe ich auch das genaue Hinhören. Das Begreifen des Anliegens, welches hinter der Kritik steckt. Das ja auch verstanden werden will. Das schönste am „voll 50-SEIN“ – finde ich – ist, dass ich Kritik nicht mehr so persönlich nehme und es keine Erschütterung meiner Selbst gibt.

VOLL50: Von welcher Art von Berechnung hast du dich verabschiedet?

Ulrike Swoboda: Von meiner Berechnung, was ich an Pension bekommen werde;-)

VOLL50: Wo sollte man sich mit „voll50“ unbedingt herumtreiben?

Ulrike Swoboda: Dort, wo es Spaß macht, dort wo es lustig ist, dort, wo frau über sich und andere lernen und lachen kann, dort wo frau die eigenen Grenzen kennenlernt und vielleicht sogar erweitert, dort wo es leicht ist. Alles andere treibt sowieso von allein ins Leben herein

VOLL50: Wie reinigst du deinen Geist?

Ulrike Swoboda: Da habe ich unterschiedliche Strategien: entweder mit Musik oder indem ich mich auf den Boden lege und die Beine zehn Minuten an der Wand in die Höhe strecke, oder in dem ich mich in Gedanken ans Meer setze und dem Rhythmus der Wellen lausche und natürlich auch, indem ich die Natur bewusst erlebe, langsam oder schnell durch die Natur schreite – das Tempo dann je nach Laune und Energie und Notwendigkeit.

VOLL50: Welche Erfahrung sollte eine „voll50“-Frau unbedingt weitergeben?

Ulrike Swoboda: Dass es fein ist, „voll 50“-Frau zu sein. Das müssen Menschen im Umfeld sehen und erleben, um zu begreifen. Kognitives Weitergeben und Erklären funktioniert da nicht. Ich hoffe, dass es mir öfter gelingt, hier ein positives Zielbild zu sein.

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